Therapie – vom konservativen Ansatz bis zur Operation
Ihre Behandlung – so individuell wie Ihre Beschwerden
Liebe Patientin, lieber Patient,
es gibt nicht die eine Therapie gegen Rückenschmerzen – und das ist gut so. Welche Behandlung für Sie die richtige ist, hängt davon ab, was genau die Ursache Ihrer Beschwerden ist, wie stark sie ausgeprägt sind und wie Ihr bisheriger Verlauf aussieht. Bei einem frischen Bandscheibenvorfall sieht der Weg anders aus als bei einer langjährigen Spinalkanalstenose oder einem chronischen Facettensyndrom.
In unserer neurochirurgischen Praxis am Rückenzentrum Grafenberg begleiten wir Sie auf dem gesamten Weg: vom Erstgespräch und der präzisen Diagnose über konservative Behandlungen bis – wenn wirklich nötig – zum operativen Eingriff in einer unserer Partnerkliniken. Unser Anspruch: So viel Behandlung wie nötig, so schonend wie möglich. Die Vermeidung operativer Eingriffe ist uns dabei ebenso wichtig wie das Wahrnehmen Ihrer Sorgen und Ängste.
Konservativ oder operativ – wie entscheiden wir?
Bevor wir über eine Operation sprechen, schöpfen wir in aller Regel zuerst die konservativen Möglichkeiten aus. Dazu gehören bei uns im Haus unter anderem:
- Computer-gesteuerte Traktionstherapie mit unserem Orthotrac-Lasedia-Gerät – ein „Schwammeffekt” für die Bandscheibe
- Physiotherapie in Form von Krankengymnastik, manueller Therapie und Wärmetherapie (in Kooperation)
- Medikamentöse Schmerz- und Entzündungstherapie, abgestimmt auf Ihre Situation
- Spritzentherapien wie PRT (periradikuläre Therapie) oder PDA (peridurale Injektion), wenn der Schmerz stark ist oder gezielt an einer Nervenwurzel entlastet werden muss
- Quaddeln bei oberflächlichen Reizzuständen
- Stufenbettlagerung und Anleitung zu rückenschonendem Verhalten
Reicht das nicht aus oder liegen neurologische Ausfälle vor (etwa Muskellähmungen, Gefühlsstörungen, Gangunsicherheit, Blasen- oder Mastdarmstörung), kommt eine Operation ins Spiel. Unsere Eingriffe werden je nach Befund mikrochirurgisch mit Hilfe eines 3D-Mikroskops oder endoskopisch durchgeführt – also so zielgerichtet und gewebeschonend, wie es der Befund erlaubt.
Ganz wichtig: Wenn Sie unsicher sind, ob eine empfohlene Operation wirklich der richtige Weg ist, bieten wir Ihnen gern eine unabhängige Zweitmeinung an.
Unsere Therapieangebote im Überblick
Wie sieht die Therapie eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule aus? Woraus besteht die konservative Therapie eines Bandscheibenvorfalls (Halswirbelsäule)? Wann ist eine operative Therapie eines Bandscheibenvorfalls (Halswirbelsäule) erforderlich?
Nackenschmerzen, die in den Arm ausstrahlen, Gefühlsstörungen an der Hand? Lesen Sie, wann wir konservativ behandeln und wann eine mikrochirurgische Operation mit 3D-Mikroskop sinnvoll wird. Mehr erfahren…
Wie sieht die Therapie eines Bandscheibenvorfalls in der Lendenwirbelsäule aus? Woraus besteht die konservative Therapie eines Bandscheibenvorfalls (Lendenwirbelsäule)? Wann ist eine operative Therapie eines Bandscheibenvorfalls (Lendenwirbelsäule) erforderlich?
Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins Bein (Ischialgie)? Wir erklären konservative Behandlung mit Orthotrac, PRT und Physiotherapie – und die mikrochirurgische bzw. endoskopische Operation. Mehr erfahren…
Wie sieht die Therapie einer Spinalkanalstenose in der Halswirbelsäule aus? Wann ist die operative Therapie einer Spinalkanalstenose in der Halswirbelsäule erforderlich? Was ist das Ziel der operativen Therapie einer Spinalkanalstenose in der Halswirbelsäule?
Eine Enge im Halsmark kann Hände und Gang betreffen. Wir erklären, wann Physiotherapie reicht und wann wir mikrochirurgisch entlasten, um Schäden am Rückenmark zu vermeiden. Mehr erfahren…
Wie sieht die Therapie einer Spinalkanalstenose in der Lendenwirbelsäule aus? Wann ist eine operative Therapie einer Spinalkanalstenose in der Lendenwirbelsäule erforderlich? Wie wird die operative Therapie einer Spinalkanalstenose in der Lendenwirbelsäule durchgeführt?
Verkürzte Gehstrecke, Schwere in den Beinen? Bei deutlicher Stenose bringt die mikrochirurgische Dekompression oft eine klare Besserung. Wir zeigen Ablauf, Ziele und Alternativen. Mehr erfahren…
Wie machen sich Erkrankungen der kleinen Wirbelgelenke (Facetten-Syndrom, Spondylarthrose) bemerkbar? Welche Therapiemöglichkeiten stehen bei einer Erkrankung der kleinen Wirbelgelenke zur Verfügung?
Wenn die kleinen Wirbelgelenke chronisch schmerzen, lassen sich die zuständigen Schmerznerven gezielt ausschalten – mit Radiofrequenz, Kälte oder Alkohol. Minimal-invasiv, mit oder ohne Endoskop. Mehr erfahren…
Was ist Orthotrac Lasedia? Warum ist eine konservative Behandlung mit dem Orthotrac Lasedia Traktionsgerät vielversprechend? Wie funktioniert die konservative Behandlung mit dem Orthotrac Lasedia Traktionsgerät?
Sanft, automatisiert, gewichtsadaptiert: Unser Traktionsgerät unterstützt die Regeneration der Bandscheibe durch den „Schwammeffekt” – bei Vorwölbung oder Bandscheibenvorfall an HWS und LWS. Mehr erfahren…
Häufig gestellte Fragen
Nein – im Gegenteil. Ein erheblicher Teil aller Wirbelsäulen-Beschwerden lässt sich konservativ erfolgreich behandeln, also ohne Operation. Wir setzen auf einen stufenweisen Ansatz: zuerst Schmerz- und Entzündungstherapie, gezielte Physiotherapie, Traktionsbehandlung mit dem Orthotrac-Lasedia-Gerät und – wenn nötig – Spritzentherapien wie PRT oder PDA direkt am gereizten Nerv. Eine Operation wird erst dann zum Thema, wenn neurologische Ausfälle bestehen (zunehmende Lähmungen, Blasen-/Mastdarmstörungen) oder wenn konservative Maßnahmen über mehrere Wochen nicht ausreichend helfen. Welcher Weg in Ihrem Fall der sinnvollste ist, besprechen wir individuell anhand Ihrer Befunde.
Eine ehrliche Antwort: Das hängt stark davon ab, was die Ursache Ihrer Beschwerden ist. Bei akuten Reizzuständen lässt sich mit gezielten Spritzentherapien oft innerhalb weniger Tage eine deutliche Linderung erreichen. Eine konservative Behandlung mit Physiotherapie und Traktion entfaltet ihre volle Wirkung meist über mehrere Wochen. Auch nach einer Operation tritt die Schmerzfreiheit nicht immer sofort ein – Nerven brauchen Zeit, um sich zu erholen, und die Rumpfmuskulatur muss neu aufgebaut werden. Wir geben Ihnen vor jeder Behandlung eine realistische Einschätzung des zu erwartenden Verlaufs – ohne Versprechen, die wir nicht halten können.
Sehr viel. Die wichtigsten Hebel: regelmäßige Bewegung (täglich 30 Minuten Spazieren, Radfahren oder Schwimmen halten Bandscheiben und Muskulatur gesund), gezielter Aufbau der Rumpfmuskulatur (Plank, Rückenstrecker, Rumpfrotation – 2–3x pro Woche), rückengerechtes Verhalten im Alltag (richtig heben, dynamisch sitzen, gute Schlafposition) und – wenn relevant – eine moderate Gewichtsreduktion. All das wirkt nachweislich besser als jedes einzelne Therapieverfahren allein. Vertiefende Tipps finden Sie in unserem Vorsorge-Ratgeber und Nachsorge-Ratgeber.
Rückenprobleme vermeiden? Dafür haben wir unseren Vor- und Nachsorge-Ratgeber
In unserem Ratgeber finden Sie nicht nur wertvolle Informationen für einen gesunden Rücken, sondern auch Erklärungen zu Fachbegriffen (Rückenglossar). Dies hilft gestellte Diagnosen noch besser zu verstehen.
RÜCKENGLOSSAR
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