Vorsorgeratgeber
Die richtige Schlafposition – wie Sie nachts den Rücken entlasten
Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens schlafend. Wer die meisten Nächte in einer ungünstigen Position verbringt, weckt häufig nicht nur unausgeschlafen auf – sondern mit steifem Nacken oder Kreuzschmerzen. Die gute Nachricht: Kleine Anpassungen genügen oft.
Rückenlage – die klassische Entlastung
Die Rückenlage ist für Wirbelsäule und Bandscheiben meist am angenehmsten, vorausgesetzt Sie verwenden ein flaches bis mittelhohes Kissen, das den Kopf in natürlicher Verlängerung der Halswirbelsäule hält. Ein kleines Kissen unter die Kniekehlen entlastet zusätzlich die Lendenwirbelsäule.
Seitenlage – mit einem Trick für die LWS
Die Seitenlage ist ebenfalls gut für den Rücken, wenn das Kissen genau so hoch ist, dass Wirbelsäule und Nacken gerade bleiben. Ein kleines Kissen zwischen den Knien verhindert, dass das obere Bein nach vorn „kippt” und die Lendenwirbelsäule verdreht.
Bauchlage – eher ungünstig
In der Bauchlage muss der Kopf stundenlang zur Seite gedreht werden – das überfordert die Halswirbelsäule. Außerdem wird die Lendenwirbelsäule ins Hohlkreuz gezwungen. Wer auf die Bauchlage nicht verzichten will, sollte zumindest ganz flach liegen und kein hohes Kissen nutzen.
Matratze und Kissen
Eine mittelfeste Matratze ist für die meisten Menschen eine gute Wahl. Das Kissen soll den Spalt zwischen Schulter und Kopf füllen – nicht den gesamten Schulterbereich hochheben.
Wann zum Arzt? Morgendliche Schmerzen, die länger als 30 Minuten nach dem Aufstehen anhalten, sowie wiederkehrende Schmerzen trotz optimierter Schlafsituation sollten Sie ärztlich abklären lassen.