Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?
Durch Mangel an Bewegung und monotone Haltungen aber auch durch eine Überbelastung wird der Verschleißprozess in der Bandscheibe beschleunigt, die Bandscheibe verliert an Wasser (Dehydratation) und der Faserring der Bandscheibe wird porös. In der Folge entstehen kleine Risse im Faserring der Bandscheibe. Das schwächt den Faserring und der Gallertkern der Bandscheibe wölbt sich zunächst nach hinten vor, bleibt aber noch vor dem Faserring. Die nächste Stufe ist dann der Bandscheibenvorfall, d.h. dass Anteile vom Gallertkern der Bandscheibe durch den Faserring der Bandscheibe in den Rückenkanal durchbrechen. Hinter den Bandscheiben bzw. Wirbeln entlang der gesamten Wirbelsäule befindet sich der Wirbelkanal (Spinalkanal). Im Wirbelkanal befinden sich die Nerven, die u.a. in die Arme und Beine ziehen und für Bewegung und Gefühl zuständig sind. Im Falle eines Bandscheibenvorfalls werden diese Nerven durch den Bandscheibenvorfall gedrückt.
Es gibt sehr selten traumatische (durch Unfall bedingte) Bandscheibenvorfälle.
Eine genetische Prädisposition ( familiäre Vorbelastung ) spielt bei der Entstehung von Bandscheibenvorfälle mit eine Rolle.