Behandlungsschwerpunkte – das machen wir am besten
Spezialisiert auf das, was wir wirklich können
Liebe Patientin, lieber Patient,
eine gute Praxis erkennen Sie nicht daran, was sie alles macht – sondern daran, worauf sie sich konzentriert. Wir haben uns entschieden, ausschließlich Erkrankungen der Wirbelsäule zu behandeln. Vom Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule bis zur lumbalen Spinalkanalstenose, vom Facettensyndrom bis zur Stabilisierungs-Operation: Hier liegt unsere fachliche Heimat.
In unserer neurochirurgischen Praxis am Standort Grafenberger Allee 342 finden Erstgespräche, Untersuchungen, Bildbefundungen und Beratungen statt. Auch ein großer Teil der konservativen Therapie läuft direkt bei uns – mit Spritzentherapien (PRT, PDA, Facetteninfiltration), Orthotrac-Lasedia-Traktion und Kryosauna. Operationen führen wir in unseren spezialisierten Partnerkliniken durch – mit modernster Technik und in einem eingespielten Team. Sie behalten dabei jederzeit denselben Operateur: Dr. med. Farman Hedayat begleitet Sie persönlich vor, während und nach dem Eingriff.
Unsere Schwerpunkte im Detail
Konservative Schmerztherapie
Vor jeder Operation steht für uns die Frage: Geht es auch ohne? In vielen Fällen lautet die Antwort: ja. Unser konservatives Spektrum umfasst medikamentöse Schmerz- und Entzündungstherapie, computergesteuerte Traktion mit dem Orthotrac-Lasedia-Gerät, gezielte Infiltrationen, Kältetherapie über die Kryosauna sowie die Anbindung an Physiotherapie-Partner.
Spritzentherapien (Infiltrationen) an der Wirbelsäule
Wenn Schmerzen die Beweglichkeit massiv einschränken, helfen oft gezielte Injektionen weiter. Wir setzen drei Verfahren ein:
- PRT (periradikuläre Therapie) – Schmerzmittel werden unter Bildkontrolle direkt an die gereizte Nervenwurzel platziert (siehe auch Glossar PRT ).
- PDA (Periduralanästhesie) – die Substanz verteilt sich im Periduralraum und erreicht mehrere Nervenwurzeln gleichzeitig (siehe Glossar PDA ).
- Facetteninfiltration – diagnostisch und therapeutisch zugleich, bei Verdacht auf Facettensyndrom.
Bandscheibenvorfall – HWS und LWS
Den überwiegenden Teil unserer operativen Tätigkeit machen Bandscheibenoperationen an der Hals- und Lendenwirbelsäule aus. An der Halswirbelsäule wird die Bandscheibe in der Regel von vorne entfernt und durch einen Cage oder eine Bandscheibenprothese ersetzt – mehr dazu unter Therapie Bandscheibenprolaps HWS. An der Lendenwirbelsäule entfernen wir mikrochirurgisch oder endoskopisch nur das Bandscheibenmaterial, das auf den Nerv drückt – Details unter Therapie Bandscheibenprolaps LWS.
Spinalkanalstenose – HWS und LWS
Bei einer Verengung des Wirbelkanals geht es operativ darum, dem Rückenmark bzw. den Nervenwurzeln wieder Platz zu schaffen – die sogenannte Dekompression. An der HWS verhindert sie das Fortschreiten einer Myelopathie (siehe Therapie Spinalkanalstenose HWS), an der LWS verbessert sie die Gehstrecke (Therapie Spinalkanalstenose LWS). In manchen Fällen wird die Dekompression mit einer Stabilisierung kombiniert.
Facettensyndrom – minimal-invasive Therapie der kleinen Wirbelgelenke
Bei chronischen Schmerzen aus den Facettengelenken bleibt die klassische Wirbelsäulen-OP fast immer aussen vor. Stattdessen nutzen wir die gezielte Ausschaltung der Schmerznerven mittels Radiofrequenz, Kälte oder Alkohol. Mehr dazu unter Therapie Facettensyndrom.
Stabilisierungsoperationen an HWS und LWS
Wenn ein Wirbelsäulensegment instabil ist – etwa bei einem Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), nach einer ausgedehnten Dekompression oder bei bestimmten Verschleißzuständen – kombinieren wir die Druckentlastung mit einer Stabilisierung. Eingesetzt werden je nach Befund Cages, Schrauben-Stab-Systeme, TS-Implantate oder – an der HWS – Bandscheibenprothesen, die die Beweglichkeit erhalten.
Endoskopische und minimal-invasive Verfahren
Wo es der Befund erlaubt, operieren wir endoskopisch oder mit dem 3D-Operationsmikroskop. Beide Verfahren haben dasselbe Ziel: kleinstmöglicher Zugang, geringes Gewebetrauma, schnelle Mobilisation. Viele Patientinnen und Patienten können bereits am Tag nach der Operation aufstehen und werden früh entlassen.
Wirbelkörperersatz und komplexere Eingriffe
In sehr seltenen Fällen – etwa bei ausgedehnten Verschleißprozessen oder Tumoren – muss ein gesamter Wirbelkörper entfernt und durch ein speziell dafür entwickeltes Implantat ersetzt werden. Solche komplexen Eingriffe planen wir vor allem mit unseren spezialisierten Partnerkliniken und nehmen uns für die individuelle Aufklärung besonders viel Zeit.
Ihr Weg zur Genesung
Unsere Patientinnen und Patienten stehen bei uns stets im Mittelpunkt und sind die wichtigsten Personen in unserer neurochirurgischen Praxis. Ihr Weg zur Genesung führt Sie durch die folgenden vier Schritte:
- Diagnose – Wir führen vollumfängliche Untersuchungen durch und Sie erhalten eine aussagekräftige Diagnose.
- Zweitmeinung – Auf Wunsch beurteilen wir gemeinsam Ihren Fall und erstellen Ihnen eine ärztliche Zweitmeinung – auch zu einer bei einem anderen Arzt empfohlenen Behandlung.
- Behandlung – Sie erhalten eine perfekt auf Sie zugeschnittene Behandlung und – wenn notwendig – Medikation. Konservativ, wo möglich. Operativ, wo nötig.
- Nachsorge – Nach einer abgeschlossenen Behandlung behalten wir Ihren Fall stets mit Nachuntersuchungen im Auge. Auf Wunsch unterstützen wir die Heilung zusätzlich mit der Kryosauna.
Häufig gestellte Fragen
Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen – auf Basis Ihrer Beschwerden, der körperlichen Untersuchung, der Bildgebung (MRT/CT/Röntgen) und Ihres Lebensumfeldes. Wir erklären Ihnen verständlich, welche Verfahren in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll sind, was diese Eingriffe leisten können und wo ihre Grenzen liegen. Wichtig: Operationen an der Wirbelsäule sollten nie unter Zeitdruck entschieden werden – Ausnahme sind klare Notfälle wie ein Cauda-Syndrom oder zunehmende Lähmungen.
Mikrochirurgisch bedeutet, dass wir den Eingriff unter einem hochauflösenden 3D-Operationsmikroskop durchführen. Wir sehen Strukturen vergrößert und in Tiefe – das ermöglicht kleinere Schnitte und präziseres Arbeiten an Nerven und Bandscheibe. Endoskopisch bedeutet, dass eine schmale Kamera über einen wenige Millimeter kleinen Zugang an die Wirbelsäule geführt wird. Beide Verfahren reduzieren das Gewebetrauma deutlich gegenüber klassisch offenen Operationen – mit dem Effekt, dass die meisten Patientinnen und Patienten am Tag nach der OP wieder aufstehen können und der Krankenhausaufenthalt kurz bleibt.
Wie jede Operation bringt auch ein Wirbelsäulen-Eingriff Risiken mit sich – etwa Wundinfektionen, Nachblutungen, Liquorlecks (Austritt von Nervenwasser), in seltenen Fällen Nervenirritationen oder das Wiederauftreten der Beschwerden (Rezidiv). Die individuellen Risiken hängen stark vom Eingriff, Ihrem Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen ab. Wir besprechen sie in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch vor jeder Operation – ehrlich und ohne Schönfärben. Genau deshalb ist die Indikation zur OP bei uns konservativ: Wir operieren nur, wenn wir uns sicher sind, dass der Nutzen die Risiken klar überwiegt.
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